Die 70er und 80er Jahre

Schiefbahn 1973Das Jahr 1970 stand im Zeichen der Mannschaft Oppermann – Heine. Sie wurde Niedersachsenmeister und in Kiel Nordd. Meister und damit spielberechtigt für die Radball-Bundesliga. Leider kamen beide Hahndorfer Mannschaften in der Bundesliga nicht mehr zum Einsatz. Sie mussten durch Entscheid am „grünen Tisch“ in der neu geschaffenen 2. Bundesliga (Regionalliga Nord) spielen.

Aber auch in Hahndorf hatte sich einiges getan. Die katastrophalen Trainigsverhältnisse im Dorf und speziell des R.C. Germania Hahndorf nahm der Gemeinderat unter Führung vom Gemeindedirektor Bormüller zum Anlaß, sich intensiv um eine Sporthalle zu bemühen. Im Sommer 1970 wurden die Fundamente der Sporthalle durch Eigenleistung aller Hahndorfer Sportler fertiggestellt. Am 31.10.1970 war es dann endlich soweit. Die Gemeinde Hahndorf eröffnete die neu geschaffene Mehrzweckhalle mit einem internationalen Radballturnier.

Damit spielte zum ersten Mal eine Hahndorfer Mannschaft bei einem Turnier vor heimischen Publikum. Auch endete damit für den R.C. Germania ein desolater Trainingszustand, denn man hatte in den letzten Jahren in Dörnten, Othfresen und Goslar trai­nieren müssen. Man muß den Mannschaften hohe Anerkennung aussprechen, die trotz mise­rabler Trainingsverhältnisse sportliche Höchstleistungen vollbracht haben.

Mit dem Jahr 1971 begann eine ganz neue Phase des R.C. Germania Hahndorf. Durch die neue Halle waren jetzt optimale Trainingsverhältnisse vorhanden. Man konnte jetzt zweimal die Woche trainieren und eine intensive Jugendarbeit konnte betrieben werden.

Im Jahr 1972 fand ein besonders sportliches Ereignis in Hahndorf statt. Am 28.03. spielten die Radballweltmeister Gebr. Pospisil und die Europacupsieger Svoboda-Jicha aus der CSSR in Hahndorf. Die Mannschaft Oppermann-Heine konnte 1972 Norddeutscher Meister in der Regionalliga Nord werden, scheiterte aber in der Bundesligaaufstiegsrunde in Leimen.

Deutscher Schülermeister 19741973 wurde die Hanhdorfer Mannschaft Mathias Peters-Michael Miehe Niedersachsenmeister im A-Schülerradball und qualifizierte sich für die deut­schen Schülermeisterschaften in Altena. Hier konnte von der jungen Mannschaft ein hervorragender 4. Platz belegt werden.

Damit begann eine unheimliche Erfolgsserie der Hahndorfer Jugend­radballer. Sie hatte ihren ersten Höhepunkt mit der Erringung der Deutschen Schülermeisterschaft 1974 durch die Mannschaft Michael Miehe und Achim Brilz am 12.10. in Friedberg.

Das Jahr 1975 stand ganz im Zeichen des 70jährigen Vereinsjubiläums.

 70 Jahre R.C. Germania  70 Jahre R.C. Germania  70 Jahre R.C. Germania

Das Fest wurde im Rahmen einer Sportwoche begangen, deren erster Höhepunkt ein Bundesliga Radballturnier war. Ein weiterer Höhepunkt war das erstmals durchgeführte Volksradfahren, dass durch seine gute Beteiligung großen Anklang fand. Dieses Volksradfahren wurde seitdem jährlich immer am 17. Juni mit großer Beteiligung durchgeführt. Aber leider fand mit Abschaffung des Feiertages am 17.Juni dieses Volksradfahren nicht mehr statt. Den Abschluß dieser großartigen Sportwoche bildete ein Korsofahren mit vielen Spielmannszügen Marschgruppen und Korsomannschaften durch Hahndorf.70 Jahre R.C. Germania Hahndorf

Hervorragend schnitten in diesem Jahr Hahndorfer Jugendmannschaften bei Deutschen Meisterschaften ab. Bei der in Hahndorf durchgeführten B-Jugend­meisterschaft belegte die Mannschaft Günter Brilz-Matthias Peters einen her­vorragenden 2. Platz. Die A-Schüler­mannschaft Dieter Fricke-Achim Brilz belegten bei den Deutschen Schüler­meisterschaften in Oberursel einen eben­falls hervorragenden 3. Platz.

Einen großen Tag gab es 1976 am 27.03. als die Regionalliga Mannschaft Ahrens-Näther Norddeutscher Meister wurde und in die Radball-Bundesliga aufstieg. Das zweite Ereignis war die Erringung der 2. Deutschen Meisterschaft für den R.C. Germania durch die Mannschaft Michael Miehe-Joachim Bürdeck. Sie wurden am 11. und 12.9. in Mörfleden Deutscher B-Jugendmeister. 

Nach einem überaus erfolgreichem Jahr kam 1977 wieder ein sehr schweres Jahr für den Verein. Die Mannschaft Ahrens-Näther konnte sich in der Bundesliga nicht behaup­ten und stieg wieder in die Regionalliga Nord ab. Ebenso die Mannschaft Heine-Oppermann, die den Klassenerhalt in der Regionalliga Nord nicht schafften. Durch ihre guten sportlichen Leistungen wurde die Mannschaft Bürdeck-Miehe in den C-Nationalkader berufen und spielte für den R.C. Germania erstmals in der Nationalmannschaft gegen die Schweiz. Bei den deutschen Meisterschaften in Straubing konnte die Mannschaft völlig überraschend den 2. Platz belegen.

Am 5. Mai 1978 belegte die Jugendmannschaft Miehe-Bürdeck beim Jugend­Europa-Cup in Trimbach / Schweiz einen hervorragenden 3. Platz. Bei den deutschen Meisterschaften in Marburg am 22.09. wurde die Mannschaft Miehe-Bürdeck ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann den A-Jugendmeistertitel. Für den R.C. Germania war es die 3. deutsche Meister­schaft. Das Jahr 1979 begann mit einem schweren Schicksalsschlag für den R.C. Germania.

Am 12.02.1979 verstarb nach schwerer Krankheit im 60. Lebensjahr der langjährige Vositzende Otto Ahrens.

Durch seinen Tod wurde eine Lücke in den Verein gerissen, die nur schwer zu schließen sein wird. Sein Leben galt dem Sport, der ihm alles bedeutete. In den 30 Jahren, die er dem Verein als 1. Vorsitzender vorstand, führte er den Verein zu seinem heutigen Leistungsstand. Durch den Tod des 1. Vor­sitzenden Otto Ahrens, wurde der 2. Vorsitzende Herbert Oppermann zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Landesmeisterschaft 1979Einen fast totalen Triumph konnte der R.C.Germania bei den Niedersachsenmeisterschaften am 29.4.1979 in Hameln feiern, durch die Erringung
von 4 Niedersachsen Titeln. Am 02.09.1979 wurde bei einer erweiterten Vorstandssitzung festgelegt, daß 1980 das 75-jährige Vereinsjubiläum in Form einer Sportwoche gefeiert werden sollte.

Das Jubiläumsjahr begann im März mit der Jahreshauptversammlung des Radsportverbandes Niedersachen. Die Sportwoche begann am 14. Juni mit einem hochkarätigen Radballturnier, gespielt wurde um den Otto-Ahrens Gedächtnispokal. Weitere sportliche Veranstaltungen wie Volksradfahren, Kunstradfahren und Radballturniere wurden in der Woche veranstaltet. Am Samstag, dem 21. Juni wurde der große Festball mit geladenen Gästen begangen.

OsterturnierDer Abschluß dieser Jubiläumswoche war am Sonntag, 22. Juni, an dem eine Bezirkswanderfahrt nach Hahndorf führte. Ein weiterer sportlicher Höhepunkt im Jubiläumsjahr war die Teilnahme an der Deutschen Jugendmeisterschaft durch die Mannschaft Dieter Fricke und Frank Müller. Auch die Mannschaft Thomas Düerkop und Reiner Stille nahm an der Deutschen Schüler-Meisterschaft teil.

Das Bundespokalfinale der Schüler B wurde vom R.C.Germania Hahndorf in der Mehrzweckhalle in Oker ausgerichtet. Hier belegte die Mannschaft R.Heine-Chr.Stöwenau überraschend den 1. Platz und wurde Bundespokal Sieger. Sie wurden von dem damaligen Oberbürgermeister der Stadt Goslar, Helmut Sander, für diese großartige, sportliche Leistung besonders geehrt. Das Jubiläumsjahr war im sportlichen Bereich sowie in geselliger Weise ein großer Erfolg.

Die durch Beschluß der Mitgliederversammlung vom 17.01.1981 festge­legte Satzung, wurde am 23.04.1981 in das Vereinsregister –VR 713- des Amtsgerichtes Goslar eingetragen. Ein sportlicher Höhepunkt im Jahr 1981 war die Teilnahme der Schülermannschaft H.Klauenberg - J.Linde bei der Deutschen Meisterschaft. Sie erreichten durch eine gute sportliche Leistung den 4. Platz. Für die Geselligkeit fand im Oktober eine 3-tägige Fahrt an den Rhein statt.

qualifizierte sich die Schüler A-Mannschaft R.Heine-Chr.Stöwenau für die Deutsche Meisterschaft und belegte hier den 3. Platz. Eine große sportliche Leistung vollbrachte die Herrenmannschaft J.Bürdeck-­M.Miehe mit dem Sieg beim Internationalen Osterturnier in Oker.

1983 schaffte die Jugendmannschaft H.Klauenberg-J.Linde wieder die Teilnahme zur Deutschen Meisterschaft. Sie belegten den 5. Platz. Im Sportjahr 1984 gab es wieder einen Deutschen Meistertitel für den R.C. Germania. Die Mannschaft R.Heine-Chr.Stöwenau wurde in Delligsen Deutscher Jugendmeister. 1985 spielten die Jugend-Mannschaften R.Heine-Chr.Stöwenau und H.Miehe-­R.Wolters beim Länderpokal für Niedersachsen. Sie belegten hinter Hessen den 2. Platz.

Heine und Stoewenau1986 errang das Erfolgsduo R.Heine-Chr.Stöwenau alle möglichen Titel bei den Junioren. Sie wurden Niedersachsen-, Norddeutscher-,Nordwestdeutscher-und Deutscher Meister bei der Deutschen Meisterschaft in Köln. Diese beiden Spieler waren die erfolgreichste Mannschaft in der Schüler-und Jugendklasse in den 80er Jahren.

Ihren letzten großen Erfolg errangen sie als Juniorenspieler gemeinsam mit der Mannschaft H. Miehe-R.Wolters. Diese beiden Mannschaften spielten für Niedersachsen und wurden Sieger beim Deutschlandpokal.Heine und Stoewenau

Die sportlichen Erfolge dieser Schüler-und Jugendmannschaften war auch ein Verdienst der Trainer Dieter Heine und Rolf Näther.

1988 beendete nach einer erfolgreichen Vereinsführung Herbert Oppermann sein Amt als 1. Vorsitzender. Er hatte in seiner 9jährigen Amtszeit nicht nur große sportliche Erfolge zu verzeichnen, sondern sorgte auch dafür, daß die Geselligkeit im Verein nicht zu kurz kam, z.B. durch Vereinsfahrten oder jedes Jahr der Preisskat.

Für seine Verdienste für den Radsport und unseren Verein wurde Herbert Oppermann, anläßlich der Sportlerehrung der Stadt Goslar, mit dem Silbernen Lorbeerblatt als „Unbekannter Sportler des Jahres’“ ausgezeichnet.

Volksradfahren 1983Als Nachfolger wurde im Januar 1989 Otto Ahrens jun. zum 1. Vorsitzenden und Geschäftsführer gewählt. Sportlich begann das Jahr 1989 mit einem Höhepunkt.

Am 20.02. fand in der Mehrzweckhalle das Deutsche Pokalfinale mit nur Bundesliga-Mannschaften und der Regionalliga Mannschaft D. Fricke - S. Huter statt. Sie belegten einen achtbaren 4. Platz. Wie schon im Jahr 1980, fand in diesem Jahr wieder die Jahreshaupt­versammlung des Radsport-Verbandes Niedersachsen in der Mehrzweckhalle statt.

Auch nahm der R.C. Germania Hahndorf in diesem Jahr erstmalig mit 2 Mannschaften am 5er Hallen-Radball teil. Nach erfolgreichen Spielen qualifizierte sich die 1. Mannschaft für die 5er Bundesliga.

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